Zündkerzen wechseln – Werkstatt versus selber machen

Zündkerze wechseln - Mister-Auto

Das Austauschen einer Zündkerze gehört zu den einfacheren Servicearbeiten, die man als Hobbyschrauber an seinem Fahrzeug durchführen kann. Früher wurden Zündkerzen bei jedem großen Kundendienst, also etwa alle 30.000 Kilometer, mit ausgetauscht. Im Laufe der Jahre wurden Zündkerzen stetig weiterentwickelt und ihre Lebensdauer auf bis zu 100.000 Kilometer verlängert. Moderne Zündkerzen besitzen ein bis vier Elektroden, die aus temperaturbeständigen Materialien wie Nickel, Chrom, Kupfer, aber auch aus Platin oder Iridium gefertigt sind.

Der Zündkerzenwechsel in einer Fachwerkstatt kann je nach Fahrzeugmodell bis zu 100 Euro kosten. Wer Zündkerzen in Eigenregie wechselt, kann hier den einen oder anderen Euro sparen. Ein Zündkerzen-Satz eines Markenherstellers, zum Beispiel Bosch Zündkerzen, ist online sehr günstig zu haben. Beim Kauf ist zu beachten, dass jedes Fahrzeug geeignete Zündkerzen benötigt. Ein Blick in die Fahrzeugpapiere hilft bei der Bestimmung.

Reinigung der Zündkerze

Die Reparatur von defekten Zündkerzen ist unwirtschaftlich und wird nicht praktiziert. Sollten Zündkerzen nur verölt oder verschmutzt sein, dann reicht es aus, die Kontakte mit einer Drahtbürste zu reinigen. Dabei solltet ihr darauf achten, dass ihr den Abstand zwischen den Masseelektroden und der Mittelelektrode nicht verändert, sonst müsst ihr ihn mit Hilfe einer Abstandslehre wieder auf den Ursprungswert bringen.

Zündkerzen wechseln

Für den Zündkerzenwechsel benötigt ihr kein Spezialwerkzeug. Es genügt ein Steckschlüssel-Satz mit Zündkerzen-Nuss. Ideal wäre ein Drehmomentschlüssel oder ein Zündkerzenschlüssel. Der Wechsel sollte grundsätzlich bei kaltem Motor erfolgen. Moderne, aus Aluminium gefertigte Motorblöcke dehnen sich im Betrieb stärker aus als die Zündkerzen. Durch die Erwärmung können sich die Kerzen festsetzen, so dass sie sich kaum aus dem Motorblock herausschrauben lassen. Solltet ihr nicht wissen, wo bei eurem Wagen die Zündkerzen sitzen, dann verfolgt am besten die Zündkabel vom Verteiler aus zu ihrem Ursprung. Dort sitzen unter dem Stecker die Zündkerzen. Vor allem beim Einbau solltet ihr die vorgeschriebenen Anzugswerte beachten. Eine zu fest eingedrehte Zündkerze kann das Kerzengewinde oder sogar den Zylinderkopf des Motors beschädigen.

Abgenutzte Zündkerzen können vereinzelt zu Zündaussetzern, zu einem unrunden Motorlauf oder zu einem erhöhten Benzinverbrauch führen. Das Abnutzungsbild einer Zündkerze kann Rückschlüsse auf die Arbeit oder den Zustand des Motors geben. So sind verrußte Kerzen oft ein Anzeichen für eine zu fette Vergasereinstellung oder eine defekte Warmlaufregelung.

Über den Autor


Ich komme ursprünglich aus Niedersachsen, bin 28 Jahre alt und seit drei Jahren bei Mister Auto. Seit 2011 verantworte ich hier den Bereich Online-Kommunikation. Angefangen habe ich in der Kundenbetreuung, wo ich viel gelernt habe über den Handel mit Autoteilen und Zubehör sowie über Tuning. Mich fasziniert an dieser Welt die Fokussierung und Kreativität, mit der sowohl erfahrene Bastler als auch Gelegenheits-Mechaniker ihre Projekte umsetzen.