VW Bus Reparatur

Die Geschichte des VW Busses begann im Jahre 1950, als der VW Typ 1 oder liebevoll auch als Bulli bezeichnete Kleintransporter vom Band der Volkswagenwerke lief. Der Wagen wurde bis in das Jahr 1967 gebaut und in verschiedenen Ausführungen insgesamt 1,8 Millionen Mal verkauft. Der T1 war ein Symbol des deutschen Wirtschaftswunders. Abgelöst wurde er 1968 vom VW Typ 2 (T2), von dem insgesamt über 2,5 Millionen Fahrzeuge gebaut wurden. Gefertigt wurde der T2 bis zum Jahr 1979 im VW-Werk in Hannover. In Mexiko und Brasilien wurde er bis Ende 2013 gebaut. Die Produktion des Bullis in Südamerika wurde eingestellt, weil die Konstruktion nicht mehr den Sicherheitsanforderungen entsprach. In Brasilien gilt für Neuwagen ab 2014 eine ABS- und Airbag-Pflicht.

T3 und T4 – Der VW Bus wird erwachsen

Die nächste Generation des VW Busses, der T3 wurde zwischen 1979 und 1992 gebaut. Ähnlich wie seine Vorgänger war auch der T3 als ein äußerst robustes Fahrzeug bekannt. Sein größtes Problem war die Fugenkorrosion an den Seitenwänden, die aus einzelnen Blechteilen zusammengesetzt wurden. Der T3 war und ist ein sehr gefragtes Fahrzeug, manch gut erhaltenes Sondermodell, wie zum Beispiel der allradgetriebene Syncro oder der Limited Last Edition (LLE), wird im Gebrauchtwagenmarkt zu hohen Preisen von bis zu 20.000 Euro gehandelt. Mit der Einführung des T4 im Jahr 1990 endete nach 30-jähriger Produktionszeit die Ära des Heckantriebs und des Heckmotors. Den T4 gab es in Deutschland in mehreren Varianten, vom einfachen Transporter bis hin zum exklusivem Caravelle Business, der ab etwa 90.000 Euro zu bekommen war. Der T4 wurde nach einem Facelift und einer Aufwertung im Jahr 1995 bis in das Jahr 2003 gebaut, danach wurde es vom bis heute aktuellen Modell, dem T5 abgelöst.

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VW Bus Reparatur – Die wichtigsten Baustellen des VW Bus

Die größte zeitliche und finanzielle Anstrengung erfordert bei der VW Bus Reparatur älterer Modelle der Kampf gegen den Rost. Dagegen halten sich die Kosten für Reparaturen oder für Wartungsarbeiten in Grenzen, denn zum einen ist die VW-Technik nicht kompliziert und zum anderen bekommt Ihr die meisten VW Ersatzteile günstig bei uns. Kostspielig ist aber zum Beispiel der Wechsel der oberen und unteren Traggelenke. Da dafür Spezialwerkzeuge, eine Hebebühne und handwerkliches Geschick nötig sind, ist der Griff zum Schraubenzieher nur etwas für erfahrene Schrauber. In der Werkstatt müsst Ihr mit etwa 300 bis 500 Euro für das Wechseln eines Traggelenkes, das Einstellen der Spur, inklusive der Arbeitszeit und Materialkosten rechnen. Wer es selber versuchen möchte, findet ausführlich bebilderte Anleitungen im Internet (T2, T3, T4). Dieses Problem betrifft vor allem ältere VW-Busse vom Typ T2 bis T4 und tritt in Abhängigkeit der Laufleistung und des Einsatzzweckes auf.

Bei allen Bullis mit Hochdach kann korrosionsbedingt die Dichtung zwischen Dach und Karosserie porös und damit undicht werden. Die Folge ist Rostbildung am Rand des Daches und in den Hohlräumen der D-Säule. Am besten überprüfen könnt Ihr den Übergang zwischen Dach und Karosserie bei geöffneter Heckklappe. Ebenfalls mit dem Alter zunehmend undichter werden die Gummidichtungen an den Scheiben, vor allem an der Frontscheibe. Wenn hier Wasser eindringt, können hässliche Rostbläschen entstehen.

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Listen von Schwachstellen und Tipps und Tricks für die VW Bus Reparatur findet Ihr im Internet zuhauf. Wenn Ihr Euch einen älteren VW-Bus (T3 und älter) zulegen möchtet, dann solltet Ihr schon über ein paar Schrauberkenntnisse verfügen. Ebenso sollte ausreichend Platz und Spezialwerkzeuge vorhanden sein oder alternativ ein gut gefüllter Geldbeutel für die Werkstattbesuche.

Viel Spaß beim Schrauben wünscht Euch Eure Christine!

Über den Autor


Ich komme ursprünglich aus Niedersachsen, bin 28 Jahre alt und seit drei Jahren bei Mister Auto. Seit 2011 verantworte ich hier den Bereich Online-Kommunikation. Angefangen habe ich in der Kundenbetreuung, wo ich viel gelernt habe über den Handel mit Autoteilen und Zubehör sowie über Tuning. Mich fasziniert an dieser Welt die Fokussierung und Kreativität, mit der sowohl erfahrene Bastler als auch Gelegenheits-Mechaniker ihre Projekte umsetzen.