Neu- oder Gebrauchtwagen – Eine schwere Entscheidung

Wer vor dem Kauf eines neuen Autos ansteht, hat die Qual der Wahl: Lieber einen preiswerteren Gebrauchten oder doch besser einen schicken Neuwagen? Beide Optionen haben Vor- und Nachteile.

Während ein Neuwagen recht teuer sein kann, müssen Sie beim Gebrauchtwagenkauf die eventuell anfallenden Reparaturkosten beachten. Hier kann es zum Beispiel schon nach kurzer Zeit notwendig sein, dass Sie die alten Scheibenbremsen durch neue ersetzen müssen. Sowohl beim Fachhändler als auch online finden Sie heutzutage zahlreiche verlockende Angebote für Neu- und Gebrauchtwagen.

Für und Wider Neuwagen

Wer sich für einen Neuwagen entscheidet, kann die Farbe und die Ausstattung des Fahrzeugs selbst bestimmen. Das Auto hat die gesetzlich vorgeschriebene Garantieleistung (mindestens zwei Jahre) und bietet den aktuellsten Stand der Technik, zum Beispiel spritsparende Antriebsarten und moderne Bremssysteme. Die laufenden Kosten sind geringer als bei einem Gebrauchtwagen, da bei einem neuen Fahrzeug keine Reparaturkosten anfallen (oder diese über die Garantie gedeckt sind) und die Kfz-Steuer niedriger ist.

Abgesehen vom hohen Kaufpreis müssen Sie sich aber auch über den extremen Wertverlust bewusst sein – dieser kann im ersten Jahr bis zu 25 Prozent betragen.

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Pro und Contra Gebraucht

Drei Viertel aller Gebrauchtwagen werden mittlerweile online verkauft. Die Auswahl auf einschlägigen Portalen im Internet ist riesig. Ob hier oder direkt beim Gebrauchtwagenhändler gilt: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Häufig werden Mängel beschönigt oder gar nicht erst erwähnt und leider gibt es vor allem in der digitalen Welt auch Betrüger und Abzocke.

Aber mit ein paar Tipps und Tricks finden Sie den passenden Gebrauchten. Mittlerweile gibt es unzählige Informationen online. Hier können Sie nachlesen, welche Macken die jeweiligen Automodelle mit der Zeit entwickeln. Wenn Sie sich selbst nicht so gut mit Autos auskennen, sollten Sie außerdem einen guten Freund als Berater zum Kauf mitnehmen, der das Fahrzeug genau überprüfen kann. Und oft können Sie für den gleichen Preis eines neuen Kleinwagens sogar eine höhere Fahrzeugklasse mit besserer Ausstattung wählen.

Beachten Sie dabei, dass die laufenden Kosten für ein gebrauchtes Auto höher sind als für ein neues – höhere Kfz-Steuern, höherer Benzinverbrauch und anfallende Reparaturkosten müssen eingeplant werden. Meist geben die Händler ein Jahr Garantie (ausgenommen sind die üblichen Gebrauchs- und Abnutzungsspuren). Manchmal müssen Sie bereits kurze Zeit nach dem Kauf Teile austauschen, zum Beispiel die Scheibenbremsen durch neue ersetzen. Wenn Sie ein Dieselfahrzeug kaufen wollen, sollten Sie zusätzlich darauf achten, dass das Auto einen Partikelfilter hat oder dass dieser nachrüstbar ist, damit das Auto in den städtischen Umweltzonen genutzt werden darf.

Alternativen finden

Eine günstigere Alternative zu einem Neuwagen kann ein Vorführwagen sein. Vorführwagen wurden meist nur wenige Kilometer gefahren und sind gut gepflegt und gewartet. Normalerweise sind sie nur wenige Monate alt und oft ein gutes Schnäppchen, da die Händler die Fahrzeuge schnell loswerden wollen und gute Rabatte geben. Einziger Nachteil: Der Käufer hat keine Optionen bei der Farbe und Ausstattung des Autos – es wird so verkauft, wie es ist.

Auch wer ein Fahrzeug least, kann die Vorteile eines Neuwagens genießen, ohne zu viel Geld auf einmal bezahlen zu müssen.

Ob Neu- oder Gebrauchtwagen: Die Anschaffung eines Autos sollten Sie in keinem Fall über das Knie brechen. Um die Fahrfreude lange genießen zu können, lohnt es sich in jedem Fall, sich im Vorfeld gründlich zu informieren und die Kaufentscheidung zu überdenken.

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